LIBERO Z39.50 Server

Was ist Z39.50?

Z39.50 ist ein Netzwerkprotokoll, das im Bibliothekswesen als Standard zur Abfrage von bibliographischen Informationssystemen verwendet wird.

Die Z39.50-Schnittstelle bzw. das -Protokoll dient der Online Kommunikation zwischen heterogenen Bibliothekssystemen und ist heute die gebräuchlichste Schnittstelle, die für die Kommunikation zwischen unterschiedlichen bibliographischen Datenbanken verwendet wird. Überall dort wo auf unterschiedliche bibliographische Datenquellen zugegriffen wird geschieht dies meist über Z39.50.

Über einen Z39.50-Client hat man die Möglichkeit auf die Daten anderer Verbünde zuzugreifen oder auf andere Datenbanken wie die ZDB (Zeitschriftendatenbank) oder Fachinformationsdatenbanken. Z39.50 dient primär dazu auf fremde Datenquellen zuzugreifen und, wenn dies erlaubt wird, die Daten nicht nur anzuzeigen, sondern auch in einem strukturierten Format zu übernehmen.

Verwaltung und Entwicklung des Protokolls erfolgt über die Library of Congress, die seit 1990 als Maintenance Agency Z39.50 fungiert.

Das Target-Profil

Ein Target-Profil ist eine detaillierte technische Beschreibung des Z39.50 Servers. Es wird beschrieben, welche Anfragen, Zeichensätze, Formate, Datenbanken, Attribute etc. vom Server (Target) unterstützt werden. Im Z39.50-Standard ist nicht definiert, wie die jeweiligen BIB-1-Attribute auf die Datenbank abgebildet werden. Es gibt Richtlinien, in denen eine Umsetzung von BIB-1 auf USMARC vorgeschlagen wird. Für das MAB2-Format gibt es keine entsprechenden Empfehlungen.

Verwendete Formate

Die Server (Targets) bieten den Clients (Zugriffsprogrammen) die Daten in mindestens einem, in der Regel aber in mehreren Formaten an. Typische bibliographische Formate (Record-Syntaxes) für Z39.50-Server sind: MARC21 (USMARC) und MAB.

LIBERO und Z39.50 Client

Das LIBERO-Katalogisierungsmodul enthält einen Z39.50 Client, der es erlaubt Datensätze aus anderen Datenbanken via Z39.50 zu übernehmen. Es handelt sich um eine Standardfunktion, die keine zusätzliche Lizenz erfordert.

LIBERO und Z39.50 Server Das LIBERO "Target"

Falls Ihre Bibliothek einrichten möchte, dass die Katalogdatensätze der Bibliothek für andere via Z39.50 Protokoll abfragbar sind, benötigen Sie den Z39.50 LIBERO Server. Das LIBERO "Target" unterstützt das BIB-1-Attribut-Set, welches eine Konkordanz zwischen den Werten der zu benutzenden Indizes und den Bedeutungen zur Verfügung stellt.

Voraussetzungen für die Nutzung

Um das LIBERO Z39.50 Target nutzen zu können, benötigen Sie eine entsprechende LIBERO-Lizenz für mehrere gleichzeitige Zugriffe via Z39.50. Diese können Sie bei Ihrem Lieferanten im Bedarfsfall auch nachträglich erwerben. Um zu prüfen, ob Ihre Lizenz das Starten des LIBERO Targets beinhaltet, starten Sie den LIBERO Administrator und "klicken" auf die Menüoption "Lizenz". Der folgende Bildschirm erscheint:

LIBERO v6 Lizenzübersicht

Ist das Feld "Z39.50-Verbindungen" leer oder enthält es eine "0", so ist Ihre Lizenz für Z39.50 im Serverbetrieb nicht freigeschaltet und der "Backend-Server" wird sich nicht starten lassen.

Des Weiteren benötigen Sie den "Frontend-Server". Hierbei handelt es sich um ein Zusatzprogramm, welches auf dem Server installiert wird, der künftig für die Außenwelt als Z39.50 Server bekannt sein soll. Dieser "Frontend-Server" nimmt die sogenannten Requests (Anfragen) der Clients (auch "Origins" genannt) entgegen, setzt diese um und leitet die umgesetzte Anfrage an den LIBERO Z Server ("Backend-Server") weiter. Den Frontend-Server erhalten Sie nach dem Kauf der Z39.50-Serverlizenzen von Ihrem Lieferanten.

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